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1600er Push-Entwicklung

Ich habe am Wochenende mal ausprobiert, wie weit man einen ISO200 No-Name Film denn treiben kann. Film eingelegt, Kamera auf ISO1600 eingestellt und ab damit ins Nachtleben!
Als kleiner Exkurs sei vielleicht noch gesagt, was es denn mit einer Push-Entwicklung auf sich hat. Der Film hat eine vom Hersteller festgelegte Lichtempfindlichkeit von ISO200. Das heißt im Klartext, für korrekt belichtete Bilder ist einigermaßen „viel“ Licht nötig. => Fotos Tagsüber sind kein Problem. Will man nun aber Abends/Nachts ohne zusätzliche Beleuchtung fotografieren, verlängern sich die Belichtungszeiten der Fotos in den Sekundenbereich. Für schnelle Bewegungen auf den Fotos natürlich unbrauchbar. An der digitalen Kamera lässt sich also einfach die Lichtempfindlichkeit des Sensors erhöhen. Ähnlich ist es beim Film, aber auch nur ähnlich. Man sollte nämlich die ISO-Einstellung über die gesamten 36 Aufnahmen beibehalten, da der Entwicklungsprozess nicht für einzelne Bilder sondern nur für den gesamten Film gesteuert werden kann. Ein nun bei ISO1600 belichteter Film wird bei Nennempfindlichkeit von 200 unterbelichtet, da die Zeiten für eine korrekte Belichtung des „unempfindlicheren“ 200 Films zu gering sind. Das wird durch eine entsprechend verlängerte Entwicklungszeit ausgeglichen. Leider geht das nur in begrenztem Maße und mit Zunahme der Körnigkeit auf dem Film. Für Experimente aber mehr als zufriedenstellend 😉

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35mm Mittelformat

Der Kenner weiß, „Mittelformat? 35mm? Passt nicht!“

Könnte man theoretisch so stehen lassen. Ohne zusätzliche Hilfe in Form von Adaptern passt es natürlich nicht. Eine Rollfilmspule ist viel größer als eine normale Kleinbild-Filmpatrone. Fix einen Adapter ‚gebastelt‘ und schon kann die 35mm Filmpatrone in der Isolette geladen werden. Nicht vergessen das Sichtfenster für den Rollfilm (an dem man normalerweise die Bildnummer sieht) zu verschließen, da ein Kleinbildfilm kein Schutzpapier auf der Rückseite hat. Schon kann es losgehen 😉

Fotos gemacht, darauf geachtet, dass das Hauptmotiv in der Mitte liegt, der Kleinbildfilm ist nunmal in der Mitte angebracht und abgedrückt. Sinn? Nunja, eher minimal, dafür wird der Rand mitbelichtet =)

Bei der Entnahme ist wieder Vorsicht geboten. Einfach den Deckel öffnen und Film entnehmen ist nicht! Der Film muss bei absoluter Dunkelheit entnommen und dann händisch zurückgespult werden, da bei Rollfilm ein zurückspulen nicht nötig / vorgesehen ist, bedingt durch das Prinzip des Rollfilms.

Auf den 35mm Film passen ca. 18 +x Aufnahmen, +x deshalb, weil ich immer 1,5 Umdrehungen weitergespult habe, man mit fortschreitender Bildzahl diese Umdrehungen aber reduzieren kann (weil sich der Film aufwickelt und somit einen größeren Umfang abdeckt auf der Spule).