1600er Push-Entwicklung

Ich habe am Wochenende mal ausprobiert, wie weit man einen ISO200 No-Name Film denn treiben kann. Film eingelegt, Kamera auf ISO1600 eingestellt und ab damit ins Nachtleben!
Als kleiner Exkurs sei vielleicht noch gesagt, was es denn mit einer Push-Entwicklung auf sich hat. Der Film hat eine vom Hersteller festgelegte Lichtempfindlichkeit von ISO200. Das heißt im Klartext, für korrekt belichtete Bilder ist einigermaßen „viel“ Licht nötig. => Fotos Tagsüber sind kein Problem. Will man nun aber Abends/Nachts ohne zusätzliche Beleuchtung fotografieren, verlängern sich die Belichtungszeiten der Fotos in den Sekundenbereich. Für schnelle Bewegungen auf den Fotos natürlich unbrauchbar. An der digitalen Kamera lässt sich also einfach die Lichtempfindlichkeit des Sensors erhöhen. Ähnlich ist es beim Film, aber auch nur ähnlich. Man sollte nämlich die ISO-Einstellung über die gesamten 36 Aufnahmen beibehalten, da der Entwicklungsprozess nicht für einzelne Bilder sondern nur für den gesamten Film gesteuert werden kann. Ein nun bei ISO1600 belichteter Film wird bei Nennempfindlichkeit von 200 unterbelichtet, da die Zeiten für eine korrekte Belichtung des „unempfindlicheren“ 200 Films zu gering sind. Das wird durch eine entsprechend verlängerte Entwicklungszeit ausgeglichen. Leider geht das nur in begrenztem Maße und mit Zunahme der Körnigkeit auf dem Film. Für Experimente aber mehr als zufriedenstellend 😉

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